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Martin Braukmann

Kirche betreibt Selbstabriss im Namen der Barmherzigkeit

Die Masche ist immer gleich: Erst eine kleine Ausnahme vom Naturrecht, dann die nächste. Nach Ministrantinnen, Diakoninnen, Priesterinnen, Pachamama und Fiducia supplicans jetzt also die Vielehe.

Der Münsteraner Theologe Égide Muziazia will Polygamie nicht mehr als moralischen Irrtum, sondern als “kulturellen Kontext” verstanden wissen. Das ist die Bankrotterklärung der Lehre.

Die Bibel stellt das klar: “Ehe ist ein Mann, eine Frau. Punkt.” Thomas von Aquin und Veritatis splendor („der Glanz der Wahrheit“ vom 6. August 1993, die zehnte Enzyklika des Papstes Johannes Paul II.) lehren: Pastorale Milde ändert niemals die objektive Norm. Wer Kultur über Wahrheit stellt, schafft die Wahrheit ab.

Kardinal Marx nennt das “Umbau”. In Wahrheit ist es Selbstaufgabe. Wer gestern am Tempelberg im Beisein des Muftis sein Kreuz ablegt, heute Homo-Segnungen zelebriert und morgen Vielehen rechtfertigt, hat übermorgen keine biblische Grundlage und auch keinen Glauben mehr.

Und genau hier wird es brandgefährlich: Eine Kirche, die Monogamie, Familie und Bindung als verhandelbar erklärt, löst die letzte Widerstandskraft des Abendlandes auf. Sie erzieht bindungslose, steuerbare Einzelne – und räumt freiwillig das Feld für eine Religion, die ihre Ordnung (das Rechtssystem Scharia) noch kennt und ernst meint: den Islam.

Wer seine Festung selbst schleift, darf sich nicht wundern, wenn andere einziehen. Die Islamisierung steht nicht ante portas – die findet schon längst im Inneren unserer Gesellschaft statt.

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